Neander Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann

"Zukunft (in) der Sozialwirtschaft"

Ein Konzept zur Fachkräftegewinnung und -sicherung in der Sozialwirtschaft.

Die Ausgangslage

Die Freie Wohlfahrtspflege stellt die größten Arbeitgeber in Deutschland. Insgesamt beschäftigt sie über 1,5 Millionen Menschen. Seit 1970 hat sich die Beschäftigung vervierfacht. Dennoch wird die Sozialwirtschaft im aktuellen Wirtschaftsleben kaum wahrgenommen.

Eine steigende Lebenserwartung führt zu einer wachsenden Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen, gleichzeitig reduziert sich aufgrund des demographischen Wandels das Angebot an qualifizierten Fachkräften.

Der Kreis Mettmann erwartet bis 2025 eine weiter sinkende Einwohnerzahl, eine sinkende Zahl an Erwerbsfähigen und einen überproportional steigenden Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im erwerbsfähigen Alter.

Die Sozialwirtschaft muss sich daher auf einem stärkeren Wettbewerb um Fach- und Führungskräftenachwuchs in der Region einstellen.

 

Das Projekt

Mit dem Projekt " Zukunft (in) der Sozialwirtschaft" wurde das Ziel verfolgt, die Sozialwirtschaft als Zukunftsbranche in der Region zu stärken und das Interesse an den Berufen in der Sozialwirtschaft zu wecken und zu steigern.

Qualifizierte Fachkräfte sollen somit dauerhaft gewonnen und noch immer unterrepräsentierten Gruppen (Männer in Sozialberufen, MigranntInnen, Frauen in Leitungsfunktionen) angesprochen werden.

Förderzeitraum:  01. September 2011 - 31. August 2014

Das Projekt wurde gemeinsam mit fünf Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirchengemeinden Hochdahl & Ratingen sowie dem ehemalig Evangelischen Fachkrankenhaus und Altenheim Ratingen durchgeführt. 

Die Umsetzung

Im Förderzeitraum wurde ein Rahmenkonzept zur Fachkräftesicherung erarbeitet und implementiert, welches in der Umsetzung an wechselnde Anforderungen und verändernde Strukturen im Unternehmen angepasst werden kann.

Das Projekt gliederte sich in einzelne Bausteine:

  • Interne Qualifizierung der Fach- und Führungskräfte zur Realisierung von Maßnahmen zur Verbesserung des Image der Sozialwirtschaft und zur Gewinnung von Fachkräften
  • Qualifizierung von Multiplikatoren zur Durchführung von Informationsveranstaltungen
    - in Kirchengemeinden
    - in MigrantInnenorganisationen
    - in Netzwerken
    - auf Messen
  • Entwicklung von Infomaterialien zur Werbung für die Berufe und Arbeitgeber der Sozialwirtschaft 
  • Kreisweite und kommunale Vernetzung mit Ausbildungs- und Arbeitsmarktakteuren
  • Implementierung eines standardisierten Systems zur Durchführung von Praktika
    - für Schüler/innen
    - für Berufseinsteiger/innen
    - für Berufsrückkehrer/innen
  • Entwicklung eines Prozesses zur Know-how-Sicherung im Unternehmen

Mit dem Projektende wurden die Ergebnisse in Form eines Leitfadens veröffentlicht und stehen damit auch anderen Akteuren der Sozialwirtschaft zur Verfügung.
Den Leitfaden finden Sie hier.

 

"Zukunft (in) der Sozialwirtschaft" entwickelte sich aus der ESF- Bundesprogramm zur Personalentwicklung für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft  "rückenwind"

Das Programm "rückenwind - Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. 

 

Die Nacht der Sozialen Berufe - Berufsorientierung einmal anders

Mehr Informationen finden Sie hier

 

Kontakt

Anette Sprenger Bild

Anette Sprenger
Projektleitung

Angerstr. 11
40878 Ratingen

Tel.: 02102-1091-19 
Fax: 02102-1091-27
a.sprenger(at)diakonie-kreis-mettmann.de

Christa Brockelmanns Bild

Christa Brockelmanns
Verwaltung

Goethestr. 12
40822 Mettmann

Tel.: 02104-9701832 
Fax: 02104-9701822
c.brockelmanns@diakonie-kreis-mettmann.de

 

 

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